LW
Porträt von Luise Wegscheider
Autorin · schreibt auch als Vera Wendt

Drei Frauen. Eine geteilte Stadt.

Geboren 1949 während der Berliner Blockade, erzählt sie entlang echter Familienbriefe von Mut, Verlust und Aufbruch in sieben Jahrzehnten Berliner Geschichte.

Über mich

Wer schreibt hier

Vera Wendt ist das Pseudonym von Luise Wegscheider, geboren im März 1949 während der Berliner Blockade. Nach dem Abitur 1968 besuchte sie einen kaufmännischen Lehrgang am Lette-Haus und lernte dort Spanisch. Danach studierte sie Wirtschaftspädagogik an der Freien Universität Berlin, mit Auslandsaufenthalten in Spanien und Mexiko.

Ihre Referendarzeit verbrachte sie an einer kaufmännischen Schule im Berliner Bezirk Wedding, bevor sie an ein Gymnasium in Lichterfelde wechselte und dort das Fach Spanisch aufbaute. Nach ihrer Pensionierung 2014 veröffentlichte sie ihr erstes Buch.

„Der Garten mit Laube in einem brandenburgischen Dorf ist ihre letzte Zuflucht."
Aus «Nicht nur am Leben bleiben»
Bibliografie

Meine Bücher

Diese beiden Bücher orientieren sich an den Briefen meiner Eltern aus den Jahren 1945 bis 1961.
01
Roman · 2020 · als Vera Wendt

Nicht nur am Leben bleiben

Berlin, Sommer 1945

Der Zweite Weltkrieg ist vorbei. Mathilde, ihre Eltern und ihre sieben Monate alte Tochter Elsbeth haben überlebt. Durch die Bombardierung haben sie alles verloren und keine Bleibe mehr in Berlin. Der Garten mit Laube in einem brandenburgischen Dorf ist ihre letzte Zuflucht. Als Elsbeth stirbt, zerbricht Mathildes Traum von einer eigenen Familie. Mit 37 Jahren fürchtet sie, die restliche Zeit ihres Lebens zu hungern, zu frieren und alleine zu sein. Ihr Mann Gustav war bei Kriegsende an der Ostfront, sie hat keine Nachricht von ihm. Hat er überlebt? Wie viele Frauen ihrer Generation muss sie ihr Leben nun selbst in die Hand nehmen. Die Grenzen, die West-Berlin umgeben, erschweren immer mehr den mühsamen Alltag und den Zusammenhalt der Familie. Mathilde gibt dennoch nicht auf und versucht, in der zerstörten Stadt ihren eigenen Weg zu finden.

Ein Roman über eine tapfere Frau vor dem Hintergrund der Nachkriegsjahre, in denen die Isolierung West-Berlins unaufhaltsam voranschreitet.

Paperback 978-3-347-05894-1 · Hardcover 978-3-347-05895-8 · E-Book 978-3-347-05896-5
02
Roman · 2025 · als Vera Wendt

Bleiben und Aufbauen

West-Berlin, Sommer 1952–1961

Kurz bevor der Unternehmer Gustav Kuhrt mit Frau und dreijähriger Tochter zum 70. Geburtstag seiner Mutter nach Mecklenburg fahren will, sperrt die DDR alle Zugänge und kappt die Telefonleitungen. Von nun an sind DDR-Reisen für West-Berliner verboten. Gustav muss sich damit abfinden, nur noch brieflichen Kontakt zu Mutter und Bruder an der Ostsee zu haben, während seine Frau Mathilde ihren geliebten Garten in der Nähe von Potsdam verliert. Einzig nach Ost-Berlin, wo Mathildes Eltern wohnen, dürfen sie noch einreisen. Gustav und Mathilde bleiben trotz vieler Schwierigkeiten in der „Inselstadt“ West-Berlin und arbeiten hart, um für sich und ihre Tochter eine bessere Zukunft aufzubauen. Doch die Sorge um die Verwandten im Osten und die unsicheren, oft krisenhaften politischen Verhältnisse vom 17. Juni 1953 bis zum Mauerbau 1961 überschatten immer wieder das Familienleben.

Ein Roman über den Alltag und die Herausforderungen einer Familie im West-Berlin der 1950er Jahre.

Paperback 978-3-384-74288-9 · E-Book 978-3-384-74289-6
03
Romanbiografie · 2021 · unter eigenem Namen

Aufrecht, mutig und bescheiden

Preußen & Berlin, ab 1895

Eine Frau kämpft für das Recht auf Bildung. Sigmaringen 1895: Die 23-jährige Hildegard Ziegler legt als erste Frau in Preußen ihr Abitur ab. Kein leichtes Unterfangen, die Pfarrerstochter muss extra aus der Schweiz anreisen, wo sie als Frau schon studieren kann. Dass Frauen, die lernen wollen, Steine in den Weg gelegt werden, wird sie noch oft erleben. Trotzdem schafft sie nicht nur ein gutes Abitur, sie erwirbt den Doktortitel und wird Lehrerin. Nach der Heirat mit dem Berliner Arzt Max Wegscheider und der Geburt ihrer zwei Söhne muss sie Familie und Beruf unter einen Hut bringen. Frauenrecht und Bildungschancen bleiben ihr großes Lebensthema. Ganz besonders, als sie nach der Scheidung 1906 alleinerziehende Mutter wird und weiter arbeitet. Die Weimarer Republik erlebt sie als Abgeordnete der SPD im Preußischen Landtag und Schulreformerin in Berlin. Erst die Machtübernahme der Nazis stoppt sie in ihrem Engagement, man entlässt sie und streicht ihr die Pension. Aber sie macht weiter, bei ihr treffen sich Oppositionelle und sie hilft Verfolgten. Nach dem Krieg werden ihre Verdienste gewürdigt und sie erhält 1953 das Bundesverdienstkreuz. Eine Schule in Berlin wird nach ihr benannt.

Diese Romanbiographie über Hildegard Wegscheider erzählt nicht nur von ihren großen Verdiensten als Vorkämpferin für Frauenrechte. Sie beleuchtet auch das private Leben dieser bemerkenswerten Frau, die bescheiden und aufrecht die Herausforderungen ihrer Zeit meisterte.

Paperback 978-3-347-34449-5 · Hardcover 978-3-347-34450-1 · E-Book 978-3-347-34451-8